Der Schweizer Fahrlehrervergleich

"Es ist wichtig, dass sich der Experte im Auto sicher fühlt"

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Name: Annina 22, (weiblich)
Kategorie: Kat. B (Auto)
Strassenverkehrsamt: Strassenverkehrsamt des Kantons Basel Stadt (Kanton BS)
Prüfungsergebnis: Bestanden am 28.08.2014 beim 1. Versuch nach 17 Fahrstunden
Experte: Herr Bertschi
Fairness des Experten: 6 von 6
Fahrlehrer: Fahrschule Schaub, Auto und Motorrad in Basel

Fahrprüfungsbericht:
Am Prüfungstag war ich wie zu erwarten relativ nervös. Da ich die Prüfung erst am Nachmittag um 14:45 hatte musste ich mich morgens irgendwie beschäftigen. Ich verbrachte die Zeit mit Dingen, die mich ablenken und nichts mit dem Autofahren zu tun haben, zum Beispiel einkaufen. Fürs Mittagessen habe ich mir ausführlich Zeit genommen, um gut gesättigt an der Prüfung erscheinen zu können. Die 45 Minuten vor der Prüfung ging ich mit meiner Fahrlehrerin einfahren. Ich machte einige dumme Fehler, wurde aber umgehend beruhigt; schliesslich war dies noch keine Prüfung und die Fehler, die ich schon gemacht hatte, würde ich ja wohl kaum wiederholen.Der Experte Herr Bertschi war mir vom ersten Augenblick an sympathisch. Sein Auftreten strahlte Erfahrung und Ruhe aus, was mich beruhigte. Wie angekündigt stellte er mir zu Beginn der Prüfung ein paar Fragen zum Fahrzeug (welche Ausweise man im Fahrzeug bei sich haben muss und wie der Sicherheitsgurt eingestellt sein sollte). Er informierte mich über den Ablauf der Prüfung und teilte mir mit, wie er mich durch den Strassenverkehr navigieren werde.

Wir fuhren los in Richtung Muttenz, wo wir von der Schnellstrasse ins Quartier einbogen. Ich war ein wenig zögerlich in der Lückennutzung, deshalb wies er mich in einem günstigen Moment dazu an, jetzt zu fahren. Dies jedoch in sehr kollegialem Ton und keineswegs kritisierend. Im Quartier achtete ich gut auf den Rechtsvortritt und machte jeweils eine Bremsbereitschaft. An einer relativ unbefahrenen Stelle wurde ich dazu aufgefordert, ein längeres Stück rückwärts um eine Ecke zu fahren. Dies tat ich wie geübt mit dem Blick zur Heckscheibe hinaus, korrigierte meinen seitlichen Abstand mit Hilfe der Seitenspiegeln, was den Experten sehr erfreute. Für solche Manöver rate ich allen an, kurz durchzuatmen, sich die Abläufe zurechtzulegen und dann langsam und bedacht zu handeln.Wir setzten die Fahrt fort und fuhren über eine asymmetrische Quartierkreuzung (achtung Rechtsvortritt und Platz lassen für ein entgegenkommendes Fahrzeug, da Linkskurve!) und dann weiter aus der 30er Zone am St. Jakob Stadion vorbei durch den Tunnel zum Zeughaus.

In der Hardstrasse musste ich parkieren; da alle Parkfelder frei waren konnte ich direkt vorwärts in ein Parkfeld fahren. Ich sicherte das Fahrzeug wie vorgeschrieben und erklärte, was für ein Parkplatz das sei und wie man dort vorgeht (in meinem Fall elektronische Parkuhr am Strassenrand).Die Fahrt ging weiter der St. Alban-Anlage entlang bis zum Aeschenplatz, wir bogen jedoch in Richtung Wettsteinbrücke ab. Diese fuhren wir hinunter und dann die erste Ausfahrt in Richtung Grenzacherstrasse bis zur Autobahn Bern Luzern Zürich. Wir hielten uns an die Beschilderung Delémont und fuhren bis zur Ausfahrt Reinach Nord von wo aus wir zurück zur MFK Münchenstein fuhren. Auf diesem Abschnitt durchquerten wir einige Kreisel in denen das Tram verkehrt, deshalb konzentrierte ich mich dort zusätzlich auf die blinkenden Lichtsignale.

Bei der MFK angekommen konzentrierte ich mich voll und ganz aufs vorwärts einparkieren um einen letzten Eindruck zu hinterlassen. Dies hat dann auch geklappt! Herr Bertschi gratulierte mir unmittelbar und zeigte sich sehr zufrieden von meiner Fahrweise. Ich denke, dass die Prüfung sicher auch mit der Tagesverfassung und Nervosität des Fahrers zu tun hat, allerdings spielt auch die Einstellung des Experten eine Rolle. Grundsätzlich kommt es sehr darauf an, dass der Experte sich sicher fühlt im Auto, was sehr eng mit der Ausstrahlung des Prüflings zusammen spielt. Wenn ich als Prüfling also ruhig, konzentriert und bewusst zu fahren versuche, widerspiegelt sich dies bestimmt in der Auffassung des Experten. Die 45 Minuten vergingen wie im Flug und nach einigen Minuten Plauderei mit dem Experten war auch die grösste Nervosität verschwunden. Ich wünsche allen, die diesen grossen Schritt noch vor sich haben ganz viel Erfolg!

  • Dieser Bericht wurde von 356 Lesern mit 3.5 von 6 Sternen bewertet

Kommentare:

Nicole hat am 07.10.2014 geschrieben:

Ausführliche und genaue Erklärung. Top.

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