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"Hafen Oehningen muss geübt werden"

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Name: Urs 59, (männlich)
Kategorie: Kat. A (bis 25kW)
Strassenverkehrsamt: Prüfstelle Frauenfeld (Stva) (Kanton TG)
Prüfungsergebnis: Bestanden am 11.10.2018 beim 1. Versuch nach 20 Fahrstunden
Experte: Müller
Fairness des Experten: 5 von 6

Fahrprüfungsbericht:
Motorboot Kategorie A ab Eschenz, ruhiges Wetter fast windstill, anders in den Fahrstunden wo meist Bise blies.
Die angepeilte zusätzliche Hochrheinprüfung ist dieses Jahr ab August wegen Niedrigwasser nicht mehr möglich.
Experte : Hr Müller, jüngerer Seepolizist
Er war freundlich, sachlich, in der Grundhaltung wohlwollend, versuchte lockeren small-talk.
Ablegen, Hinausfahren unter Beachtung der "gesetz. Vorgaben",kurzes Kompassfahren, erstes "Mann über Bord" problemlos, dann Peilungen mit Kompass und Seekarte, Kurs auf Hafen Oehningen. Dieser Hafen wurde in den Fahrstunden nur an den Aussenstegen benutzt, weil Fahrschulen dort unerwünscht sind und auch das war während einiger Fahrstunden schwierig wegen auf den Stegen sonnenbadender und verbotenerweise schwimmender Personen.
Ich wurde also angewiesen auf Prüfungsfahrt in den Hafen einzufahren: Anlegen vorwärts steuerbord, dann vorwärts einfahren in eine Box schräg gegenüber und dann noch rückwärts in Box. Das alles in einem engen Hafenbecken, ungewohnt zu den Platzverhältnissen in Eschenz, wo das geübt wurde mit längerem Anfahrtsweg und entsprechend Zeit zum richtig Ruderlegen über mindestens drei Bootslängen. In Oehningen alles viel enger. Rückwärts in Box führte zu einem Anpraller an der Dalbe, zum Glück aber in diesem Moment Vorwärtsgang eingelegt gewesen. Fehlerpunkt.
dann Landung an Pfahl, zum Ausfahren aus Hafen zuerst wieder rückwärts, beim Hinausfahren war ich im Standgas etwas zu schnell. Die Nervosität stieg, weil ich an der Mimik des Experten bemerkte, dass es knapp wurde. Er fragte jeweils auch ob ich mit einem Manöver zufrieden sei, daran verspürte ich, dass er nicht so ganz zufrieden war.
Fazit :Hafen Oehningen müsste geübt werden, wenn das Prüfungsterrain ist.
Dann Rückfahrt nach Eschenz unter Einhaltung Uferabstand und nochmals "Mann über Bord".
Rückwärtsanlegen back- und steuerbord ist dann wider Erwarten wegen Nervosität schwieriger und weniger gelungen als in den Fahrstunden. Rückwärtsfahren mit starrer Welle empfinde ich generell als schwierig. Zum Abschluss Belegen des Schiffes am Steg mit Bugleine, Heckleine und Achterspring. Demonstrieren von bisher noch nicht benützten Knoten. Dann nach 1 Stunde Prüfungsende. Die drei Fehlerpunkte werden vom Experten aufgezählt, das Gute werde er nicht erwähnen. Knapp bestanden. Der nächste Kandidat wartet bereits.

Schwierige Stellen:

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Bootshafen Oehningen /D

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