"seit langer Zeit meine erste praktische Prüfung"

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Name: Jörn, 34 34, (männlich)
Kategorie: Kat. B (Auto)
Strassenverkehrsamt: Prüfstelle Frauenfeld (Stva) (Kanton TG)
Prüfungsergebnis: Nicht bestanden am 31.10.2019 beim 1. Versuch nach 22 Fahrstunden
Experte: Gartner (ca.)
Fairness des Experten: 6 von 6

Fahrprüfungsbericht:
Es war seit langer Zeit meine erste praktische Prüfung in egal was und entsprechend nervös war ich. Dies stellte sich aber mit Beginn der Prüfung erstmal ein, da der Experte alles genau erklärte. Welche Fahranweisungen er gibt (rechts, links), dass ich geradeaus fahren solle, wenn er nichts sagt und dies auch in Kreisverkehren und dass, sollten wir auf Fahrverbote oder Sackgassen zufahren, ich dies zu erkennen geben soll und er dann sagt wo es weiter geht, als auch dass ich natürlich immer fragen kann, sollte etwas unklar sein.Ich hatte tatsächlich auch ein Mal ne Frage, obwohl ich hätte nur geradeaus fahren sollen, da er nichts gesagt hatte, dennoch sagte er, es sei kein Problem und ich solle nur fragen, wenn was nicht klar ist.

Wir sind vom Stva aus am Ende der Strasse nach Links weggefahren in die 30er Zone und dann weiter geradeaus, wo man lediglich rechts abbiegen darf. Dann sind wir ziemlich direkt Richtung Autobahn Richtung Zürich. Dort ging auch alles gut, bis wir auf ein Signal zufuhren, dass das Ende der Fahrbahn verkündete. Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber es brachte mich irgendwie aus dem Konzept, dass ich ein "Fahrbahnende-Signal" so wie es dort stand noch nie gesehen hatte und ich auch keinen Grund erkennen konnte, warum die Fahrbahn überhaupt endete. Das Ergebnis war jedoch, dass ich erstmal nicht rüber fuhr, als ich dann wollte ging es nicht und dann wurde es knapp. Gott sei Dank liess mich zwar jemand rein, aber mit der Ruhe war es dann dahin und der Experte musste verbal eingreifen.(Tip. wirklich sofort rüber fahren, wenn es geht)

Ich durfte jedoch weiter fahren, war nun aber wirklich wieder nervös. Wir fuhren Ausfahrt Attikon raus nach Wiesendangen. Hier musste ich dann parkieren. Es gab zwar Markierungen, allerdings nur in Form dunklerer Steine als die aus denen der Parkplatz ohnehin bestand, welche durch den Regen eher schwer zu erkennen waren. Ich bekam es jedoch mit quasi 1,5 Anläufen hin einzuparken. ich selber war zwar nicht so zufrieden, aber für den Experten war es ok. Denke hier hat er auch berücksichtigt, dass es keine Markierungen gab (Tip einfach gucken wo man hinfährt, wenn vorhanden AUCH auf die Kamera sehen). Wir fuhren weiter durch Wiesendangen, dort gab es einen Haufen rechts vor links und enge Siedlungsstrassen, wo ich aber keine Fehler machte. Der Experte sagte im Nachhinein ich habe nicht geschaut und wäre mit 50 einfach durchgefahren auf einer Strasse. Dort war zwar kein rechts vor links, aber dennoch werde ich mir diese Stelle nochmals ansehen um es besser zu verstehen.

Dann musste ich wenden mit Hilfe einer Seitenstrasse, was ich auf Grund meiner Nervosität wirklich vermasselt habe und gegen den Bordstein fuhr. Dann fuhren wir, ich weiss gar nicht mehr wo lang, über Landstrassen zurück Richtung FF, wo ich zwischendurch nochmals eine Gefahrenbremsung machen musste die auch klappte. Hier denke hat der Experte mir wirklich die Chance gegeben, das vermasselte Wenden auszugleichen, was ich wirklich mehr als nett fand.

Wieder in FF musste ich dann nach Wegweiser immer Richtung Romanshorn fahren was auch klappte. Dann habe ich bei einer Einbahnstrasse die auf die Zürcherstrasse führte nicht korrekt eingespurt. Das hat mir der experte aber auch direkt gesagt, Bei Kleinigkeiten gab er direkt Feedback was ich wirklich super fand.

Dann habe ich mir jedoch leider selber das Genick gebrochen, selbst wenn es bis dahin noch gereicht Hätte. Von der Zürcherstrasse sollte ich abbiegen auf die Zielackerstrasse. Dort befindet sich direkt nach dem Abbiegen ein Stück zum anhalten, welches nur eine PKWlänge lang ist, da sich dort eine Ampel befindet, die nur an ist wenn der Bus kommt. Ich bin diese Stelle gefühlte 100 Mal gefahren und nie ist diese Ampel angeschaltet gewesen. Daher habe ich sie, noch im Abbiegevorgang vertieft, übersehen. Das wars dann für mich. Ich durfte zwar zurückfahren, aber da war mir klar, dass ich durchgefallen war.

Fazit: Es lag ganz klar nur an mir! Weder hatte der Prüfer ein Interesse daran gezeigt mich durchfallen lassen zu wollen,eher im Gegenteil, noch hat er mich als Person nervöser gemacht als ich ohnehin war. Er hat auch nicht versucht mich zu falschem Abbiegen zu verleiten. zwar sind wir auf Sackgassen zugefahren, aber immer so, dass man auf Jeden Fall die Chance hat diese zu sehen. Allen die hier von unfairen Prüfern sprechen und das sie doch super gefahren seien, möchte ich nicht per se widersprechen, möchte aber allen Lesern raten, daran zu denken, dass nicht jeder sich wirklich gut reflektieren kann. Ich jedenfalls kann sagen, dass es in wirklich keiner denkbaren Weise am Experten lag, auch nicht vor der roten Ampel.

Ich werde es beim nächsten Mal packen und Ihr auch!!!

Schwierige Stellen:

»

Achtung vor der Ampel! Nur wenig Platz und Zeit zum Anhalten, nach dem Abbiegen!

»

Vorsicht Fahrtrichtung

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