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Vertraue auf dein Können

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"Vertraue auf dein Können"

Name: anjalla (männlich)
Kategorie: Kat. B (Auto)
Strassenverkehrsamt: Verkehrsprüfzentrum Bern (Kanton BE)
Prüfungsergebnis: Bestanden am 20.09.2023 beim 1. Versuch nach 13 Fahrstunden
Experte: St. Mäder
Fairness des Experten: 6 von 6

Ich habe mich so gut als möglich auf die Prüfung vorbereitet, indem ich möglichst viel Theorie gelernt habe, möglichst viel privat in der Stadt fahren ging und indem ich jeweils in der Fahrstunde alles aufgeschrieben habe, was mir mein Fahrlehrer gesagt hat. Letzteres war besonders wichtig, denn nur so macht man viele Fehler nur einmal. Ich ging jeweils mit einem kleinen Notizblock und einem Schreiber in die Fahrschule, welche ich zwischen den beiden Sitzen deponieren konnte, damit ich das Feedback laufend aufschreiben konnte, wenn wir mal kurz angehalten hatten. Dies beansprucht zwar einige Sekunden/Minuten pro Fahrstunde, man vergisst aber sicherlich nichts Wichtiges. Nach der Fahrstunde habe ich dies jeweils auf den Laptop übertragen und geordnet).
Ich war dann sehr nervös an der Prüfung, wusste jedoch, dass jeder durchfallen kann (egal, wie gut jemand unterwegs ist), was mir die Nervosität ein wenig nahm. Dann habe ich noch etwas Obst und Nüsse gegessen (schnelle Carbs und Brainfood), gut geatmet und dann gings los. Zuerst geht man mit dem Experten in ein Büro, wo der Ausweis kontrolliert wird und einem alles erklärt wird. Dann geht man zum Auto und fährt los. Unbedingt schon von Beginn weg ganz aufmerksam sein, weil beim Strassenverkehrsamt unter Umständen viel los ist. Und aufpassen auf das «Kein Vortritt»-Signal, evtl. sogar anhalten, wenn viele Autos parkiert sind und man deshalb nicht sieht, ob jemand kommt.
Danach gingen wir direkt auf die Autobahn Richtung Schönbühl. Bei einer Einmündung in eine andere Autobahn hatte ich keinen Platz für die Einfahrt, weshalb ein eher heikler Moment entstand (wäre besser noch über Pannenstreifen gefahren, was ja zulässig ist in solchen Situationen). Der Experte liess mich deshalb aber nicht durchfallen, sondern wir fuhren diese Passage am Schluss der Prüfung nochmals (beim zweiten Mal meisterte ich sie dann). Wir fuhren dann durch leicht urbane Gebiete, wo ich rückwärts rechtwinklig einparkieren konnte, was auch glückte (man kann ja zweimal korrigieren, was eine Einmittung möglich machen sollte). Er fragte mich dann nach gewissen Funktionalitäten zum Auto ab (was tun, wenn Front- und/oder Heckscheibe angelaufen sind, wie Warnblinker eingeschalten wird usw. Man muss für diesen Part einfach das Auto ein wenig kennen, dann sollte es kein allzu grosses Problem sein (man muss beispielsweise auch wissen, wann man welches Licht einschaltet, wenn man nicht mit dem automatischen fahren würde/könnte und auch Scheibenwischer, Scheibenreiniger und allgemein die Sicherheits- und Assistenzsysteme kennen). Dann fuhren wir weiter und machten die Vollbremsung, welche mir gelang und fuhren dann via Ittigen zurück ins Wankdorf, wo wir wie oben erwähnt nochmals kurz auf die Autobahn gingen. Dann gingen wir wieder zurück zum SVSA und die Prüfung war so fertig.
Ich hatte einen gutmütigen Prüfungsexperten und weiss von meiner Kategorie A 35kw Prüfung, dass es auch andere gibt. Wichtig ist aber, dass man nicht darüber nachdenkt, wenn der Experte einem etwas sagt, was einen Fehler betrifft. Sonst ist man dann in diesem vertieft und begeht noch einen grösseren. Entschieden wird erst am Schluss, ob es gereicht hat oder nicht. Dieser Strategie sollte man bereits in der Fahrschule nachgehen, damit man es an der Prüfung beherrscht.
Der Experte war übrigens zu Beginn eher gesprächig, was für manche Vor- (lockerere Atmosphäre), für andere Nachteile (Ablenkung) mit sich bringt. Für mich war es ein Vorteil, weil ich mir dessen bereits gewöhnt war. Als er dann nichts mehr sagte, nahm ich das Gespräch selber wieder auf, um eine lockerere Atmosphäre zu schaffen, was mir gelang. Man muss sich allerdings gefasst sein, dass es sich durchaus auch um einen sehr gesprächigen Experten oder um das Gegenteil handeln kann. Mein Fahrlehrer hat mir gesagt, dass ich es ihm sagen soll, wenn es mir zu viele Fragen sind während der Fahrt (das wolle der Experte teilweise auch sehen, dass man dann die Priorität ganz klar auf den Verkehr setzt).
Letzter Tipp: vertraue auf dein Können, sei aber nicht zu stark enttäuscht, wenn es nicht reichen sollte.
Zu guter Letzt hat er mir dann gesagt, dass ich die Prüfung bestanden habe und ich war natürlich überglücklich.

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